Die Investition in einen Goldbarren ist eine der beliebtesten Möglichkeiten, sein Vermögen zu sichern. Angesichts steigender Goldpreise und des Booms bei Edelmetallinvestitionen werden Fälschungen immer raffinierter. Glücklicherweise gibt es bereits mehrere Anhaltspunkte, anhand derer sich die Echtheit eines Goldbarrens überprüfen lässt.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche wichtigen Prüfungen durchgeführt werden sollten und warum eine fachmännische Begutachtung nach wie vor die zuverlässigste Methode ist.
Warum ist es wichtig, einen Goldbarren zu prüfen?
Ein Goldbarren stellt oft eine beträchtliche Investition dar.
Je nach Gewicht kann sein Wert mehrere Tausend oder sogar mehrere Zehntausend Euro betragen.
Vor jeder Transaktion ist es daher unerlässlich, Folgendes zu überprüfen:
- seine Authentizität;
- seine Reinheit;
- sein Gewicht;
- seine Herkunft;
- sein Erhaltungszustand.
Eine einfache Überprüfung hilft, böse Überraschungen zu vermeiden und die eigene Investition abzusichern.
Welche Kennzeichnungen muss ein echter Goldbarren aufweisen?
Auf der Vorderseite eines Anlagegoldbarrens sind in der Regel verschiedene Angaben eingraviert.
Dazu gehören insbesondere:
✔ sein Gewicht (1 g, 5 g, 10 g, 20 g, 50 g, 100 g, 250 g, 500 g oder 1 kg)
✔ sein Feingehalt (999,9 Tausendstel oder 24-Karat-Gold)
✔ den Namen oder das Logo des Veredlers
✔ eine eindeutige Seriennummer
Anhand dieser Markierungen lässt sich der Barren genau identifizieren.
Allerdings ist Vorsicht geboten: Das Vorhandensein dieser Beschriftungen allein garantiert noch nicht, dass der Barren echt ist, da auch einige Fälschungen diese Beschriftungen nachbilden.
Ist das Zertifikat unbedingt erforderlich?
Die meisten Anlagebarren werden mit einem Echtheitszertifikat verkauft.
Dieser enthält in der Regel:
- die Seriennummer;
- das Gewicht;
- Reinheit;
- der Hersteller.
Das Zertifikat erleichtert die Rückverfolgbarkeit des Barren und schafft oft Sicherheit bei einem späteren Weiterverkauf.
Ein Barren ohne Zertifikat ist jedoch nicht unbedingt eine Fälschung. Durch ein fachmännisches Gutachten lässt sich seine Echtheit überprüfen.
Gibt es gefälschte Goldbarren?
Ja.
Wie alle wertvollen Gegenstände können auch Goldbarren gefälscht werden.
Manche Fälschungen sind leicht zu erkennen, während andere wesentlich aufwendiger gestaltet sind.
Zu den gängigsten Betrugsmethoden gehören insbesondere:
- die offiziellen Stiche zu reproduzieren;
- gefälschte Bescheinigungen anzufertigen;
- ein weniger edles Metall mit einer dünnen Goldschicht überziehen.
Deshalb ist es nicht ratsam, sich ausschließlich auf das Aussehen eines Barren zu verlassen.
Kann man einen gefälschten Goldbarren selbst erkennen?
Schon mit einigen einfachen Überprüfungen lassen sich bestimmte Unregelmäßigkeiten feststellen.
Gewicht prüfen
Das Gewicht muss genau dem vom Hersteller angegebenen Gewicht entsprechen.
Eine ungewöhnliche Abweichung ist ein erstes Warnsignal.
Maße überprüfen
Jeder Barren hat sehr genaue Abmessungen.
Eine Abweichung zwischen Gewicht und Abmessungen kann auf eine Anomalie hindeuten.
Die Stiche betrachten
Die Einträge müssen absolut klar, gleichmäßig und lesbar sein.
Ungenaue oder falsch ausgerichtete Gravuren sollten zur Vorsicht mahnen.
Mit einem Magneten testen
Gold ist ein Nichteisenmetall.
Ein Barren, der von einem Magneten angezogen wird, ist daher verdächtig.
⚠️ Ein Barren, der nicht magnetisch ist, ist jedoch nicht automatisch echt. Es gibt mehrere Metalle, die nicht auf einen Magneten reagieren.
Wie prüft ein Fachmann einen Goldbarren?
Bei der Agence de l’Or wird jeder Goldbarren einer strengen Prüfung unterzogen.
Je nach Art des vorgelegten Barren prüfen wir insbesondere:
✔ die Kennzeichnungen und die Seriennummer;
✔ Gewicht und Abmessungen;
✔ das Vorliegen des Zertifikats, sofern vorhanden;
✔ die Übereinstimmung zwischen dem Barren und seinem Zertifikat;
✔ die Reinheit des Metalls durch einen Säuretest,
Anhand dieser verschiedenen Schritte lässt sich die Echtheit des Barren vor einer Schätzung bestätigen.
Kann man einen Goldbarren ohne Zertifikat verkaufen?
Ja.
Ein Zertifikat erleichtert in der Regel den Weiterverkauf, doch das Fehlen eines solchen bedeutet nicht, dass Ihr Barren wertlos ist.
Vor jeder Inbetriebnahme überprüft ein Fachmann Folgendes:
- seine Authentizität;
- sein Gewicht;
- seine Reinheit;
- seine Markierungen.
Anhand eines Gutachtens lässt sich dann sein Wert auf der Grundlage des offiziellen Goldkurses ermitteln.
Fehler, die man vor dem Kauf eines Goldbarrens vermeiden sollte
Bevor Sie in einen Goldbarren investieren, sollten Sie Folgendes vermeiden:
❌ bei einem unbekannten Verkäufer kaufen;
❌ sich ausschließlich auf Fotos verlassen;
❌ das Zertifikat zu vernachlässigen, wenn es verfügbar ist;
❌ zu glauben, dass ein einfacher Magnet-Test ausreicht;
❌ Kaufen, ohne die Herkunft des Barren zu überprüfen.
Ein Kauf bei einem anerkannten Fachhändler ist nach wie vor die beste Garantie.
Wo kann man in Belgien einen Goldbarren prüfen lassen?
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